Migräne wirksam behandeln

Etwa 10 % der Männer sowie 20 % aller Frauen leiden immer wieder unter anfallsartig auftretenden Kopfschmerzen. Der Schmerz kann begleitet werden von Übelkeit, Erbrechen, Licht-, Lärm- und Geruchsempfindlichkeit.

Die Ursache für eine Migräne liegt in den Blutgefäßen der Hirnhaut. Durch einen Mangel an Serotonin, einem wichtigen Überträgerstoff im Gehirn, quellen diese Blutgefäße durch Entzündungsfaktoren auf.

Zusätzliche Nervenzentren werden nun durch den Serotoninmangel gereizt, die für die Begleitsymptome verantwortlich sind. Klassische Schmerzmittel können in leichten Fällen lediglich die Entzündung und damit die Schmerzen ganz zu Beginn stoppen.

Werden sie zu spät eingenommen, helfen sie nicht mehr. Nur sogenannte Serotonin-Agonisten, die das Ungleichgewicht ausgleichen können, helfen auch noch in späteren Stadien und vor allem auch gegen die Begleitsymptome Übelkeit, Erbrechen sowie Licht und Lärmempfindlichkeit.

Ein wichtiger Vertreter dieser Gruppe ist der Arzneistoff Naratriptan, der nicht verschreibungspflichtig ist und bei festgestellter Migräne direkt beim Kopfschmerzbeginn eingenommen wird.

Der charakteristische Migräneschmerz ist halbseitig, pulsierend und wird durch körperliche Betätigung verstärkt. Dabei geht es oft auch ohne chemische Arzneistoffe.

Die Häufigkeit und Schwere einer Migräne kann durch natürliche Wirkstoffe deutlich verbessert werden. Denn meist liegt ein Mangel an Magnesium und Kalium vor. Diese Mineralien sorgen dafür, dass sich die Gefäße entspannen. Vitamine aus der B-Gruppe regulieren den Serotoninspiegel auf natürliche Weise.

Außerdem fehlt in der Regel die Omega-3-Fettsäure EPA, die die Gefäße vor Entzündungen schützt und geschmeidig hält. Zudem reagieren Migränepatienten empfindlich auf Änderungen im Schlaf-Wach-Rhythmus oder auf Änderungen des Tagesablaufs.

Daher treten Attacken oftmals am Wochenende oder im Urlaub auf. Frauen reagieren gerade in den Tagen vor der monatlichen Regel oder in den Wechseljahren empfindlich auf Hormonschwankungen. Hier wirkt sich die Zufuhr von Soja-Isoflavonen positiv aus.

 

MEIN BESONDERER TIPP
Regelmäßiger Sport trainiert die Gefäße und die Migränehäufigkeit sinkt.

Artikel von Dr. Holger Isensee


Hinweis: Dieser Artikel ist zuerst in der “Apothekenzeitung Gesundheit” erschienen. Ausgabe: Januar • März 2017.
Herausgegeben von dem Apotheker-Ehepaar Dr. Holger Isensee und Stephanie Isensee aus Pforzheim, in enger Kooperation mit DR.LECHNER© und MensSana.

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