Knieschmerzen gehören zu den häufigsten Gelenkbeschwerden. Bereits verschiedene Redenwendungen wie „Jemanden in die Knie zwingen“ oder „Jemand kniet sich in etwas hinein“ geben Hinweise darauf, welchen Belastungen die größten Gelenke in unserem Körper täglich ausgesetzt sind. Obschon die Knie eine enorme Flexibilität ermöglichen, birgt die Art der Konstruktion leider gewisse Risiken für Verschleiß und Verletzungen.
Verletzungen beim Sport sind die Hauptauslöser für Kniegelenksbeschwerden. Die stetige starke Belastung durch Laufen und Springen, ruckartige Stoppbewegungen und die meist vernachlässigten Aufwärmübungen tragen dazu bei, dass ein Arztbesuch oft nicht lange auf sich warten lässt. Die Gefahr für Kniebinnenschäden die zur Arthrose führen, Verrenkungen oder Meniskusschäden ist groß.
Neben den Belastungen durch sportliche Aktivität haben das Knie bzw. sämtliche anderen Gelenke im Körper mit dem natürlichen Verschleiß zu kämpfen, der durch eine dauerhaft starke Beanspruchung des Gelenks zusätzlich beschleunigt wird. Dann kommt es zu Arthrose, der weltweit häufigsten Gelenkerkrankung, die sich durch Abnutzung des Gelenkknorpels auszeichnet.
Diese dauerhafte Abnutzung des Knorpels führt letztendlich dazu, dass sich der Knochen an der entsprechenden Gelenkfläche verdichtet und sich der Gelenkspalt nach und nach verschmälert. Als Folge davon entstehen Beschwerden und der Betroffene neigt dazu, die schmerzende Stelle zu entlasten.
Leider ergibt sich dadurch ein Teufelskreis, denn durch eine dauerhafte Entlastung bilden sich die Muskeln am Knie zurück, werden schwächer und destabilisieren das Knie zusätzlich, sodass es noch leichter zu Verletzungen kommen kann.
Was kann bei Knieschmerzen unternommen werden?
Zunächst sollte die Ursache für die Knieschmerzen abgeklärt werden. Sie sind vielseitig und zudem abhängig vom Lebensalter des Patienten, da in den verschiedenen Altersabschnitten unterschiedliche Ursachen für Knieschmerzen infrage kommen können: Schmerzen im Knie eines Jugendlichen in der Wachstumsphase haben andere Auslöser als die Kniebeschwerden eines Senioren.
In den meisten Fällen wird zwar das Knie geschont und zu Beginn mit einer Bandage oder Orthese gestützt und ruhiggestellt, allerdings sollte stets die Oberschenkelmuskulatur gestärkt sowie leichte, nicht belastende Übungen für das Knie durchgeführt werden, um die Sehnen und Muskeln weiterhin zu aktivieren (Physiotherapie).
Das ist die wichtigste Maßnahme für einen guten Heilungsprozess eines verletzten Gelenkes, denn bei längerer Inaktivität bildet sich die Muskulatur schnell zurück, das Gelenk wird schlechter durchblutet und Schwellungen sowie Schmerzen lassen nur schwer nach. Dadurch kann sich zudem eine Arthrose verschlimmern.
Um die Heilung des Knies nachhaltig zu fördern, kann es hilfreich sein, einige Tipps im Hinterkopf zu behalten:
- Das Körpergewicht normalisieren (laut WHO sind Menschen mit einem BMI von 18,5 – 24,9 normalgewichtig).
- Zu starkes Beugen und Verdrehen sowie häufiges Hocken vermeiden (z. B. bei der Gartenarbeit oder Fliesenlegen).
- Kniefreundlichen Sport betreiben (z. B. Wassergymnastik, Radfahren).
- Einseitige Haltungen, vor allem langes Stehen vermeiden (regelmäßiges Unterbrechen bestimmter Haltungen lockert die Gelenke)
- Die Regeneration des Knorpels kann durch die Zufuhr von Gelenknährstoffen, Vitaminen und Spurenelementen unterstützt werden, wie Glucosamin- und Chondroitinsulfat, die Vitamine C, E, D, die Spurenelemente Kupfer, Mangan, Selen und Zink. Wichtig ist zusätzlich Bromelain, das abschwellend und entzündungshemmend wirkt und die Heilung beschleunigt.
Guten Tag
Vielen Dank für den informativen Artikel. Erhat mir sehr weitergeholfen.
Liebe Grüsse