Jagd auf Pilze

Hautpilze gehören zu den normalen Bewohnern unserer Haut. Ist jedoch das Milieu aus dem Gleichgewicht geraten, so können sie sich an unterschiedlichen Körperbereichen über die Maßen ausbreiten. Es kommt dann zu einer Hautpilzerkrankung.

Jeder dritte Deutsche leidet unter einer Fußpilzerkrankung. Dies ist die häufigste Hauterkrankung überhaupt. Jeder sechste Bundesbürger ist von einem Nagelpilz befallen.

Pilzerreger fühlen sich sehr wohl in feucht-warmen Zonen. Daher infiziert man sich sehr leicht beim Barfußlaufen in Schwimmbädern, Saunen, Sporthallen oder Hotelzimmern.

Aber auch zu Hause können durch gemeinsam benutzte Nagelscheren, Handtücher oder Bürsten Hautschüppchen verteilt werden, in denen sich die Erreger befinden.

An den Füßen befinden sich viele Schweißdrüsen. Sind die Füße in luftundurchlässigen Schuhen eingepackt, so finden Pilzerreger dort hervorragende Bedingungen vor.

Einige Grundregeln bei der täglichen Fußpflege beugen Fußpilz vor: Gerade die Zehenzwischenräume sollten nach dem täglichen Waschen mit hautschonenden phneutralen Seifen gut abgetrocknet werden. Um die Hautbarriere zu stärken, sollten die Füße eingecremt werden.

Wie behandelt man Fußpilz?

Die Behandlung ist heute denkbar einfach: Bei den ersten Anzeichen wie Juckreiz zwischen den Zehen, Brennen, Rötung oder weißlicher Verfärbung der Haut beginnt man sofort mit der Behandlung.

Neue Arzneistoffe wie Terbinafin töten die Pilzerreger ab und müssen deswegen nur kurze Zeit angewendet werden.

In Form einer Creme behandeln sie gleichzeitig auch trockene und schuppige Haut. Für ganz Ungeduldige gibt es eine Arzneistofflösung mit Depotwirkung, die nur ein einziges Mal aufgetragen werden muss. Für unterwegs bietet sich ein Spray an.

Wie behandelt man einen Nagelpilz?

Unbehandelter Fußpilz führt häufig zu Nagelpilz. Hier besteht die Gefahr, dass die Nagelplatte im Laufe der Zeit so stark geschädigt wird, dass sich der Nagel auflöst.

Nagelpilz heilt nicht von selbst aus. Die Behandlung muss schnell und vor allem lange genug erfolgen.

Die Erkrankung zeigt sich durch Verfärbungen vorne und seitlich am Nagel. Eingesetzt werden Nagelsets mit einer pilzabtötenden Creme, die die befallenen Nagelstücke auflöst.

Wer es ganz bequem will, verwendet im Frühstadium einen Nagellack mit dem Wirkstoff Amorolfin. Schwere Formen gehören unbedingt in ärztliche Hand, da hier der Pilz auch von innen bekämpft werden muss.


BEHANDLUNG VON PILZERKRANKUNGEN

  • Probiotic DR. LECHNER 
  • Amorolfin
  • Terbinafin

Gerne beraten wir Sie, welche Bausteine Sie benötigen. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.


Auch Schuppen der Kopfhaut sind eine Pilzerkrankung

Durch Pilze können Schuppen auf der Kopfhaut hervorgerufen werden. Hier werden spezielle Shampoos mit Erfolg eingesetzt, die den Wirkstoff Ketoconazol enthalten und zweimal pro Woche angewendet werden. Die Schuppenbildung wird gestoppt und Juckreiz wird schnell gestillt.

Auch der Scheidenpilz bei Frauen wird durch Hautpilze verursacht. Scheidenpilze machen sich durch Juckreiz und Ausfluss bemerkbar. Drei Viertel aller Frauen machen in ihrem Leben einmal diese Infektion durch. Hier helfen Vaginaltabletten in Form einer 3-Tages-Behandlung oder moderne Einmal-Behandlungen schnell und effektiv.

Für alle Pilzerkrankungen gilt, dass manche Menschen hierfür besonders anfällig sind. Zum einen hält ein starkes Immunsystem Pilze in Schach. Zum anderen muss die Besiedelung der Haut mit einer gesunden Hautflora angestrebt werden.

Um die Pilzbesiedelung auf der Haut niedrig zu halten, können probiotische Bakterien in Form einer Kur über 28 Tage die eigene Hautund Darmflora regenerieren. So haben Pilze keine Chance, sich auszubreiten.

UNSER GANZ BESONDERER TIPP:

Zur Vorbeugung vor Fuß- und Nagelpilz eignet sich besonders ein Spray mit pilztötendem Wirkstoff.
Bei allen Pilzarten gilt: Ein Hygiene- Wäschespüler hält die Wäsche pilzfrei. Die Schuhe kann man durch Schuhsprays innen desinfizieren.

 

Artikel von Dr. Holger Isensee


Hinweis: Dieser Artikel ist zuerst in der „Apothekenzeitung Gesundheit“ erschienen. Ausgabe: Juli • September 2017.
Herausgegeben von dem Apotheker-Ehepaar Dr. Holger Isensee und Stephanie Isensee aus Pforzheim, in enger Kooperation mit DR.LECHNER
© und MensSana.

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