Gesunde und geschmeidige Gelenke ohne Arthrose

Wie in einem Räderwerk wirken die einzelnen Teile des Bewegungsapparats zusammen. Sie werden vom Nervensystem gesteuert und benötigen Mineralien und Vitamine als wichtige Bausteine aus der Nahrung. Dreh- und Angelpunkt sind die einzelnen Gelenke, also die beweglichen Verbindungen zwischen verschiedenen Knochen. Große Gelenke wie das Kniegelenk und das Hüftgelenk werden von einer straffen Gelenkkapsel umschlossen und von einem aufwändigen Bänderwerk gesichert. Zur Polsterung der Knochenkanten dienen zahlreiche flüssigkeitsgefüllte Schleimbeutel.

Knorpelgewebe überzieht die Kontaktflächen der Knochen. Es wirkt wie ein Stoßdämpfer, mildert die Reibung zwischen den Knochen und schützt die Knochensubstanz.

Die Regeneration und Ernährung des Knorpels geschieht allein über die Gelenkflüssigkeit, die die Gelenke von innen benetzt und in der Gelenkkapsel gebildet wird. So wird die Versorgung und Erneuerung des Knorpels sichergestellt.

Stabilisierung der Gelenke durch Bänder

Bänder verbinden die Knochen untereinander. Sie bestehen aus wenig dehnbaren Kollagenfasern und sorgen dafür, dass die Beweglichkeit des Gelenks nur in bestimmten Richtungen erfolgt.

Am Knie verlaufen die Seitenbänder seitlich und die Kreuzbänder im Innern des Gelenks. Knickt man um, so kann es zu einer Bänderdehnung, einem Bänderanriss oder gar zu einem Bänderabriss kommen.

Bewegungskraft durch kräftige Muskeln

Die eigentliche Bewegung des Gelenks wird durch Muskeln ausgeführt. Durch straffe Sehnen mit hoher Reißfestigkeit sind die Muskeln an den Knochen angewachsen und übertragen so die Muskelkraft.

An Stellen, wo sich die Sehnen überkreuzen oder direkt über einem Knochen verlaufen, sind sie durch Hüllen, die sogenannten Sehnenscheiden, geschützt.

Bei Dauerbelastung können sie sich entzünden. Muskeln bestehen aus Muskelfasern, die sich verkürzen können. Sie sind sozusagen der Motor, in dem Energie verbrannt wird. Wir tanken unseren Sprit dadurch, dass wir energiereiche Nahrung zu uns nehmen.

Warum führt Arthrose zu Schmerzen in den Gelenken?

Bei der weit verbreiteten Arthrose kommt es zum Abbau der millimeterdicken Knorpelschutzschicht. Bei einer Fehlstellung der Knochen, die gerade beim Hüft- und Kniegelenk zu beobachten ist, verteilt sich der Druck ungünstig im Gelenk, was zu Knorpelabbau führt. Auch Verletzungen können den Knorpel dauerhaft schädigen. Übergewicht belastet vor allem das Knorpelgewebe im Kniegelenk ganz erheblich. Was nicht so bekannt ist: Auch 80 % der Rückenschmerzen werden durch eine Arthrose der Wirbelkörper verursacht, also den Abbau der schützenden Knorpelschicht zwischen den einzelnen Wirbelkörpern.

Volkskrankheit Arthrose

Nun haben sich Menschen ja schon immer bewegt. Wie kommt es, dass sich in unserer modernen Zeit Gelenkschmerzen zu einer Art Volkskrankheit entwickelt haben? Immer dann, wenn wir uns bewegen, wird Gelenkschmiere ins Gelenk gepumpt.

Damit werden Knorpelschäden repariert und neue Knorpelsubstanz gebildet. Durch Bewegung stellen wir somit sicher, dass der gesamte Halteapparat immer wieder nachgebildet wird und stabil bleibt.

Der durchschnittliche Bundesbürger läuft jedoch pro Tag nur noch etwa 800 Meter und nur etwa zehn Prozent der Bundesbürger treiben regelmäßig Sport.

Zudem fehlen in der modernen Ernährung wichtige Vitamine, Spurenelemente und Bausteine, die wir für den Aufbau von gesundem Knorpelgewebe brauchen. Außerdem nehmen wir zu wenige basenbildende Lebensmittel zu uns.

Daraus resultiert eine Übersäuerung im Gewebe, was zusätzlich eine Entzündungsneigung verstärkt und Schmerzzustände fördert.

Was tun, wenn eine Arthrose vorliegt?

Nur durch regelmäßige Bewegung der Gelenke ist eine Regeneration des schützenden Knorpelgewebes möglich.

Folgende Stoffe sind für die Reparatur der geschädigten und schmerzenden Bereiche unerlässlich: Die Vitamine C, D und E sowie die Spurenelemente Kupfer, Mangan, Selen und Zink in Kombination mit Glucosamin und Chondroitin.

Um eine bestehende Entzündung abklingen zu lassen, gibt man die Omega-3 Fettsäure EPA sowie das Enzym Bromelain. Sollte die Nahrung zu wenige basenbildende Mineralien enthalten, kann man diese Mineralien abends einnehmen.

Was erreicht man dadurch? Wir packen das Übel an der Wurzel, stoppen den Entzündungsprozess und fördern die natürliche Heilung.

Außerdem können wir Schmerzmittel einsparen, die zwar den Schmerz abschalten, aber einen weiteren Knorpelabbau eher noch beschleunigen.

MEIN GANZ BESONDERER TIPP

Jede Treppe sorgt für eine kleine Portion Gelenkschmiere in den großen Gelenken, trainiert Herz und Kreislauf und hält uns fit. Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Bewegung fördert im Gehirn die Neubildung von Nervenzellen und schützt daher vor Alzheimer.  

 

 

Artikel von Dr. Holger Isensee


Hinweis: Dieser Artikel ist zuerst in der “Apothekenzeitung Gesundheit” erschienen. Ausgabe: Januar • März 2018.


Herausgegeben von dem Apotheker-Ehepaar Dr. Holger Isensee und Stephanie Isensee aus Pforzheim, in enger Kooperation mit DR.LECHNER© und MensSana.

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