Das metabolische Syndrom

Das metabolische Syndrom, auch Syndrom X oder tödliches Quartett genannt, ist der Hauptrisikofaktor für Erkrankungen der
arteriellen Gefäße und damit für Schlaganfälle und Herzinfarkte. Es sind vier Faktoren, die hier in verhängnisvoller Weise aufeinandertreffen.

Faktor eins: Menschen, die hiervon betroffen sind, weisen zu viel Körperfett auf. Das Fett lagert sich vor allem in der Leber, aber auch um die übrigen inneren Organe herum an. Dieses „innere“ Fett ist sehr stoffwechselaktiv und erzeugt im gesamten Körper eine ständige Dauerentzündung.

Faktor zwei: Bluthochdruck, der über längere Zeit Schäden an Herz sowie Nieren verursacht und am Ende zu Herzversagen führt. Nummer drei ist eine Fettstoffwechselstörung (zu hohe Cholesterinwerte), die ebenfalls zur Schädigung der Blutgefäße führt. Faktor Nummer vier ist ein gestörter Blutzuckerstoffwechsel.

Im Blut ist dann zu viel Blutzucker vorhanden. Der Körper muss als Gegenmaßnahme zu viel Insulin produzieren. Unbehandelt führt dieser sogenannte Prädiabetes zu einem handfesten Diabetes Typ 2. Kennen Sie Personen, auf die diese Dinge zutreffen? Was sind die Ursachen für diese komplexe Erkrankung?

Kurz gesagt handelt es sich um eine reine Zivilisationserscheinung: Viel zu wenig Bewegung, gepaart mit einer stark kohlenhydratbetonten Ernährung, verbunden mit einem Vitaminmangel, lassen nach Jahren den Stoffwechsel entgleisen. Anders herum gesehen ist das auch schon die gute Nachricht:

Menschen, die am metabolischen Syndrom leiden, sind dieser Erkrankung nicht hilflos ausgeliefert. Der Stoffwechsel lässt sich durch bestimmte Maßnahmen wieder ins gesunde Gleichgewicht bringen. Was kann man selbst tun? Zum Sportfanatiker muss man nicht unbedingt werden. Ein täglicher (!) 30-minütiger strammer Spaziergang sollte aber machbar sein, diese Zeit hat jeder.

Die Ernährung sollte dringend umgestellt werden: Weg von zu viel Zucker, Brot, Nudeln und Fertiggerichten, hin zu mehr Gemüse und Obst (nicht zu süß), qualitativ guten Fleisch- und Milchprodukten und sogar zu mehr, aber gesunden Fetten. Ideal vereinen sich diese Ernährungsregeln in der sogenannten LOGIMethode.

Man muss bei dieser Ernährungsweise nicht einmal hungern. Ein Ziel ist es, den Bauchumfang deutlich zu verringern: Bei Frauen sollte er 80 cm nicht überschreiten, bei Männern sind es idealerweise höchstens 94 cm. Gemessen wird direkt über dem Bauchnabel.

Ein kleinerer Bauchumfang bedeutet weniger aggressives inneres Körperfett. Die weiteren Ziele, nämlich die Senkung des Blutdrucks, der Blutzuckerwerte und des Cholesterins, werden dann von ganz alleine erreicht. Durch den Aufbau von mehr Muskelmasse, gewonnen durch moderate und regelmäßige Bewegung mit regelmäßigem Krafttraining, gelingt es, überschüssigen Zucker und Cholesterin zu verbrennen.

Entscheidend bei allem ist eine optimale Versorgung mit den richtigen Vitaminen (vor allem Vitamin D), den richtigen Mineralien (viel Magnesium) und genügend Omega 3 Fettsäuren, die für gesunde Blutgefäße sorgen und gegen die Dauerentzündung im Körper angehen.

Diese Nahrungsergänzungen sollten zusätzlich eingenommen werden, da unsere heutige Ernährung eine ausreichende Versorgung kaum garantieren kann. Ziele der Lebensumstellung sind ein viel besseres Körpergefühl, also eine höhere Lebensqualität, und schlussendlich ein normalisierter, gesunder Stoffwechsel. Fangen Sie an! Es ist gar nicht so schwer und lohnt sich!

MEIN GANZ BESONDERER TIPP:

Ein positiver Nebeneffekt dabei: Chemische Arzneimittel können eingespart werden und der Körper gerät wieder in seine natürliche Balance.

 

 

Artikel von Dr. Holger Isensee


Hinweis: Dieser Artikel ist zuerst in der “Apothekenzeitung Gesundheit” erschienen. Ausgabe: Oktober • Dezember 2018.


Herausgegeben von dem Apotheker-Ehepaar Dr. Holger Isensee und Stephanie Isensee aus Pforzheim, in enger Kooperation mit DR.LECHNER© und MensSana.

Als Apotheke können auch Sie diese individualisierbare Zeitung ohne die übliche Werbeflut Ihren Kunden anbieten und sich als Mikronährstoff-Experte positionieren.

Interessiert? Erfahren Sie hier mehr:

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.